22 Mai, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Mit diesen Tipps fällt es dir leichter - Pt II

Mittlerweile habe ich schon 10 zuckerfreie Wochen gerockt.
Angefangen bin ich in KW 11 (berufsbedingt rechne ich immer in Kalenderwochen :D ) und bin echt erstaunt wie schnell und einfach die Zeit ohne Zucker zu meistern war.
Ja, es gab den ein oder anderen Ausrutscher. Drei Ausrutscher, um genau zu sein. Vom ersten "Versagen" und warum ich daraus nur gelernt habe, habe ich euch hier berichtet.
Der zweite Moment, in dem ich mich nicht wirklich im Griff hatte, war gar nicht so schlimm und den dritten Ausrutscher habe ich mir sogar ganz bewusst gegönnt.
Mit meiner 80/20 Regel, von der ich euch schon letzte Woche berichtet habe, fahre ich sehr gut und damit bekomme ich auch die Ausrutscher langsam in den Griff.

Heute geht es noch ein bisschen weiter. Ich bin gespannt, ob ich den ein oder anderen von euch zu einem bewussteren Umgang mit Zucker animieren kann.


Raus damit!
Wenn es nicht da ist, kannst du es nicht essen.
Gerade am Anfang ist es wirklich schwierig, den gewohnten Nachtisch liegen zu lassen, auf die Kekse zum Kaffee zu verzichten und die süßen Brötchen am Morgen auszutauschen. Diese Gewohnheiten müssen erst mal durchbrochen werden.
Deshalb befreie deinen Vorratsschrank von deinen Suchtmitteln.
Schokolade, Weingummi, Eis, Kekse, Brotaufstriche, Marmelade, Schnittwurst, Ketchup, Senf, Fruchtjoghurt. Entscheide selbst, wobei es dir schwer fällt, zu widerstehen. Du kennst dich dabei selbst am Besten.

Ich hab zum Beispiel keine Probleme mit einer Packung Butterkekse, einer Tüte Chips oder mit Gummibärchen.
Meine größten Gegner sind Schokolade in jeglicher Form (deshalb reichte meine Selbstkontrolle auch nach der schokoladenreichen Osterzeit (noch) nicht aus), Cookies und Lakritz. Aber auch süße Brotaufstriche löffle ich in der Not schon mal aus. Ein Schokomüsli kann ich bei einem echten Jieper auch schon mal komplett in meinen Hals schütten. Und nur weil „Backzutat“ auf der Verpackung steht sind Marzipan oder Krokantstreusel bestimmt nicht vor mir sicher. Also raus damit!
Aber bitte nicht wegwerfen. Schenk es den Nachbarn, den Eltern oder deinen Freunden.



Schau über den Tellerrand!
Der Kühlschrank und der Vorratsschrank sind nach deiner Reinigung leer. Nichts zu essen. Und jetzt? Damit du beim nächsten Einkauf nicht direkt wieder deiner Gewohnheit verfällst, musst du dich etwas austricksen. Geh einfach mal einen anderen Weg durch deinen Lieblingssupermarkt, durchkreuze deine Standardwege und schaue dich genauer um. Da hat auch der Standarddiscounter noch mehr zu bieten.

Neben den bekannten Alternativen, wie Nüssen und Obst kannst du jetzt etwas neues ausprobieren.
Vielleicht findest du Datteln, Kakaonibs, Chiasamen, Nussmus, Proteinshakes, Mandelmilch, Kokosmilch, Avocado, Magerquark, Kichererbsen oder Süßkartoffeln interessant? Nimm sie mit!
Aus Couscous, Quinoa, Hirse oder Haferflocken kannst du dir recht schnell einen gesunden Snack anrühren.

Trau dich ruhig mal ran! Probier dich aus. Check das Internet nach Anwendungsmöglichkeiten.


Gönn dir was!
Ich persönlich finde ja, das es fast nichts Schöneres gibt als einen Einkaufswagen, der kunterbunt gefüllt ist mit gesundem Obst und Salat. Da geht mir das Herz auf.
Trotzdem fehlte mir anfangs etwas, weil ich nicht wie gewohnt im Schokoladenregal zugegriffen habe.

Das „gesparte“ Geld habe ich trotzdem ausgegeben und mir immer mal etwas Besonderes gegönnt.
Mal eine Pitahaya, ein Netz Avocados, eine Mango oder ein paar gesalzene Mandeln. Immer nur Äpfel und Bananen langweilen mich und so habe ich die Möglickeit auch mal etwas Neues auszuprobieren.


Zucker - der heimliche Killer



Lesenlesenlesen
Auch in den letzten Tipps vergangene Woche habe ich es schon angesprochen. Die Industrie wird dir mit ihren Marketingmethoden sicher nicht helfen, deinen Weg zu gehen. Im Gegenteil!
Deshalb ist es ganz wichtig, dass du dir beim Einkauf etwas mehr Zeit nehmen kannst.

Bei einigen Lebensmitteln ist uns klar: Da ist Zucker drin und zwar richtig viel! Marmelade, Schokoaufstrich, süße Naschereien. Aber auch in Fruchtjoghurt, Joghurtdrinks, Müsli, Wurst, Fertiggerichten, sauren Gurken, Rotkohl (das hat mich selbst geschockt), Senf oder Ketchup kriegen wir "einen mit der Zuckerkeule übergezogen". Der Blick aufs Etikett lohnt sich. Steht Zucker in der Zutatenliste ziemlich weit vorn, lass das Produkt liegen und schau nach einer Alternative. Achte aber auch auf die Brüder und Schwestern des industriellen Zuckers!

Keine Sorge, du wirst nicht ewig lesend durch den Supermarkt laufen. Ganz schnell hast du dir ein entsprechendes Wissen angeeignet und weißt, was dir gut tut.



Machs Selber!
Mittlerweile wissen wir, dass gerade in Fertigprodukten und Convenience Food immer Zucker zugesetzt ist. In der Zeit, in der eine Pizza im Backofen brät, oder sich ein Nudelgericht in der Mikrowelle dreht, ist ein gesundes Meal aus frischen Zutaten auch zubereitet. Ob wir uns nun einfach nur einen Salat schnippeln, eine etwas Leckeres in der Pfanne anbraten oder Backofengemüse zubereiten.
Geht genauso fix!
Schmeckt besser!
Macht uns glücklicher!


Beweg dich
Ebenso wie Schokolade setzt auch Sport Glücksgefühle frei.
Deshalb haben wir meist nach dem Sport erst mal wenig Hunger oder Lust auf Süßes.
Außerdem tut es uns gut und die neugewonnene Motivation und Energie muss ja auch irgendwo hin.
Also beim nächsten Süßhunger erst mal raus an die frische Luft und eine Runde aktiv sein.



Beobachte dich
Das hat mir gerade am Anfang geholfen und sogarSpaß bereitet.
Track' dich und deine Ernährung. Dazu brauchst du nicht unbedingt eine App. Eine einfache Tabelle in einem schlichten Ringbuch ist ausreichend.
Ich habe für mich Nahrungsaufnahme, Getränke und sportliche Aktivität gelistet und mir am Ende des Tages notiert, wie mir der Zuckerentzug bekommen ist.
Dadurch hatte ich einen besonders bewussten Start in meine zuckerfreie Zeit und schon am Anfang viel gelernt.
Mach' das nur so lange es dir Spaß macht. Ich habe nach 2 Wochen bereits wieder damit aufgehört, den Dreh hatte ich raus, das Grundwissen war da.





Mit diesen Tipps, ein wenig Grundwissen und ein paar Rezepten könnt ihr sicher auch leicht in eine zuckerfreie Zeit starten. Beim nächsten Mal hab ich noch ein paar Infos zur Motivation für euch.

Lieblingsgrüße!




19 Mai, 2017

Basteln für den Schulanfang

Ein großer Tag für unsere Kleinen: der erste Schultag!
Ein wenig mulmig ist mir schon, aber ich freue mich auch auf den nächsten Lebensabschnitt für meine Tochter.

In Niedersachsen werden die Kinder an einem Samstag eingeschult und am Montag geht die Schule los. Die Einschulungsfeier wird erst in der Schule mit einem bunten Programm begangen. Danach feiern wir den Schulanfang mit zu Hause mit einem kleinen und feinen Beisammensein. Ein richtiger Plan für den Tag steht noch nicht, aber mit ein bisschen Partydeko ist man ja nie verkehrt.


Heute entstand eine Vase im Stiftelook.
Ganz einfach gemacht, toller Effekt und die Kinds dürfen mithelfen.






Die Zutaten dafür sind entweder direkt zu Hause vorhanden oder ganz schnell zu bekommen. Noch dazu ist es ein kleines Uocyclingprojekt



Du brauchst dazu: 
eine ausgewaschene Konservendose
viele viele Buntstifte 
Heißkleber
Band und ein paar Perlen
maximal 15min Zeit







Dann kann es schon losgehen. Zuerst werden die Buntstifte ausgepackt und am besten direkt in der Reihenfolge hingelegt, in der sie später die Dose zieren sollen. Ich habe für meine Dose 32 Stifte benötigt. Diese gab es in einem günstigen Markt in der Nähe für schlappe 1,50€. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn eure Stifte teurer sein sollten, denn nach der Schulanfangsparty können die Stifte wieder ihrem eigentlichen Sinn zugeführt werden.

Mit einem kleinen Tropfen Heißkleber am oberen Rand der Dose werden nun alle Stifte nacheinander und nebeneinander angeklebt. Hier sind ein paar helfende Kinderhände prima, die die Stifte in Position halten oder sie im Akkord angeben. Anschließend werden die Stifte mit einem Band befestigt und mit ein paar Holzperlen geschmückt. Hier machen sie bestimmt auch Buchstabenperlen richtig toll!





Und weil die Bastelei so schnell und einfach von der Hand geht, kann man gleich noch eine zweite Dose mit Stiften ummanteln!

Viel Spaß beim Nachmachen!


Lieblingsgrüße!




15 Mai, 2017

Das Zuckerfrei Experiment - Mit diesen Tipps fällt es dir leichter - Pt I

Wir wissen es alle: Zucker ist nicht gut für uns.

Und trotzdem kommen wir nicht daran vorbei, lieben den Geschmack von Süßem und können nicht ohne! Das ist gar nicht verwunderlich, denn man findet in fast jedem Lebensmittel Zucker. Dadurch sind unsere Geschmacksnerven auf süß getrimmt, und zuckerfrei schmeckt uns nicht. Schon als Baby haben wir durch die Muttermilch Geschmack an Süßem gefunden und leben damit weiter. Süß ist lecker, alle wollen süß, süß ist Marketing. Aber muss es Zucker sein?

Ich habe dem Zucker kürzlich ein Riegel vorgeschoben und über meine Erfahrungen berichtet (klickt hier). In meinem ersten Teil der "Tipps und Tricks Reihe" zeige ich euch, wie auch ihr den Zucker aufgeben könnt. 

Realisieren
Bin ich überhaupt zuckersüchtig? Zucker zu essen ist doch ganz normal. Alle machen das. Warum sollte gerade ich süchtig sein.
Aber hast du dir schon mal überlegt, warum du bei den Gedanken "zuckerfrei" in Kombination mit "Feiern, Festen und gesellschaftlichem Zusammensein" in Panik ausbrichst?
Fällt dir auf, dass es unmöglich ist, sich bei Stress und Ärger nicht mit etwas Süßem zu trösten.
Dass kleine und große Erfolge immer mit Kuchen, Keksen und Schokolade belohnt werden?
Spürst du auch manchmal dieses unstillbare Verlangen nach etwas Süßem?
Geht es dir besser, nach dem Genuss von Schokolade und fällt es dir dann schwer, nach dem ersten Stück aufzuhören?
Quälst du dich am Tag durch Emotionshochs und -Tiefs, kämpfst mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit?
Versteckst Du manchmal Verpackungen oder naschst heimlich, damit andere nicht mitbekommen was und wie viel du isst?
Dann willkommen im Club.  




Erkennen
Zucker ist nicht gleich Zucker. Zumindest auf den ersten Blick lässt er sich nicht sofort erkennen.
Raffinierter in der Industrie eingesetzter Zucker (Sacharose) verursacht Übergewicht, Hautprobleme, Schlaflosigkeit, Unruhe, Diabetes, Arthrose, Krebs, Herzkrankheiten, Osteoporoses, Alzheimer, und Depressionen. Nichts von dem wollen wir in unserem Leben haben.
Doch neben dem weißen Gift, dass wir alle kennen, gibt es noch viele weitere Zuckerarten, die es zu kennen und erkennen gilt.
Zum Beispiel industriell hergestellte Fructose (meist aus Mais gewonnen) .
Fructose ist vielfach süßer als Sacharose (--> Industriezucker, besteht zu gleichen Teilen aus Glucose und Fructose) und wird deshalb schon aus Kostengründen in der Industrie verwendet. Dabei klingt er so fruchtig und gesund, doch hat er mit der wohldosierten natürlichen Fructose in Früchten gar nichts gemeinsam.
Industriell hergestellter Fruchtzucker blockiert zum Beispiel das Sättigungsgefühl im Gehirn. So essen wir immer mehr und mehr ohne dabei richtig satt zu werden. (Mehr über Fructose könnt ihr hier lesen)

Um Zucker in Lebensmitteln zu erkennen solltet ihr euch also nicht nur auf euer Gefühl verlassen. Schon gar nicht aber auf die Aufschriften auf Verpackungen. Bio, fettarm oder zuckerreduziert sollen dem Kunden ein gutes Gefühl vermitteln. Über den Zuckergehalt sagen sie aber nichts aus!
Achtet deshalb auch auf: Glucose, Lactose, Molkepulver, Maltose, Maltodextrin, Malzextrakt, Fructose, Sacharose (Haushaltszucker)... usw.


Umsteigen
Ich bin durch mein Zuckerexperiment auf keinem Fall zu einem Süßgegner geworden.
Manchmal braucht es das kleine Süßextra. Beim Dessert kochen, beim Kuchen oder Kekse backen liebe ich süß. Dabei wechsle ich aber auf gesündere Alternativen, die ich noch dazu reduzierter einsetze.

Natürliche Süßungsmittel wie Agavendicksaft oder Birnendicksaft findest du in Bioläden zu Hauf und sie sind vermeintlich eine richtig gesunde Alternative. Aber auch sie sind von einem hohen Fructosezuckergehalt gepägt. Einigermaßen gesunde Alternative sind Kokosblütenzucker, Yakonsirup oder Reissirup.
Sie enthalten viele Mineralien, vergleichsweise wenig Fructose und belasten die Bauchspeicheldrüse nicht. Aber sie sind sehr teuer. Zucker kann man aber oft auch durch die natürliche Süße von Bananen oder Datteln ersetzen.
Wichtig: bessere Alternative ist nicht gleichbedeutend mit "Freifahrtschein". Es handelt sich nach wie vor um Zucker der gerne, aber moderat genossen werden sollte.
Die gute Nachricht: Es gibt nicht nur schlechten Zucker. 
Die natürlichen süßen Stoffe in Obst, Gemüse, Nüssen und auch Milch gibt uns Energie, geht langsam ins Blut und tut uns gut. In angemessenen Rahmen natürlich. Wenn wir statt der täglichen raffinierten Zuckerdosis täglich 20 Bananen, 14 Mangos und 2 Schalen Weintrauben futtern haben wir - abgesehen von Bauchschmerzen- auch nichts gewonnen. 
Übrigens: Nach ein paar Tagen "zuckerfrei" werden ihr schon überrascht sein, wie süß einige Lebensmittel von Natur aus sind.


Strenge rausnehmen
Ihr kennt den Reiz des Verbotenen!
Leitziel deshalb: Kein Verzicht, kein Drill, sondern eine freiwillige Umstellung.
Wer einem Zuckerfreiexperiment zuliebe auf Abendessen mit Freunden, auf Eisidielenbesuche mit den Kindern oder ein Grillfest verzichtet, verliert schnell den Spaß.
Ein ständiges scheinbares Genörgel á la "Das darf ich nicht essen, da ist Zucker drin" lässt dich auf Dauer auch allein stehen. Generell solltest du dich selbst so weit von deinem Experiment überzeugt haben, dass du zuckerhaltige Lebensmittel deshalbnicht oder weniger zu dir nimmst, weil du es nicht WILLST und nicht, weil du nicht darfst. Du darfst alles was du möchtest.

Ich halte mich an die 80/20 Regel. 80 Prozent meiner Nahrungsaufnahme ist durchdacht, frei von Industriezucker und gesund. Aber den Rest zu 100 Prozent darf ich, wenn mir danach ist, auch mit einer Leckerei auffüllen. Da ist auch ein Cappucchino im Cafe vollkommen in Ordnung, ein Stück Kuchen sitzt auch gerne mal drin.

Die 20/80 Regel wollte ich euch mit meinem letzten Einkauf bildlich darstellen. Allerdings hatte ich nichts ungesundes eingekauft (abgesehen von dem Erdnussmus). Deshalb hab ich die Einhorncookies aus einem längst vergangenen Einkauf mal dazu gefaked. 


Zeit lassen
Eine Veränderung braucht Zeit. Nach vier Wochen hast du einen riesigen Schritt geschafft, aber damit sich Körper und Geist umstellen braucht es einige Monate. Gib ihnen die Zeit, die sie brauchen und erwarte nicht, dass dir der Zucker von heute auf morgen völlig egal sein wird.
Beobachte dich selbst und erkenne die Auswirkungen des Zuckerverzichts.
Lass dir Zeit zu lernen und zu erfahren.
Nach und nach findest du neue Lebensmittel und Rezepte, die dir schmecken und die du bald problemlos aus dem Ärmel schütteln kannst.




_______________________
Nachtrag

Süßen mit Süßstoffen? 
Hier scheiden sich die Geister und hier muss jeder für sich entscheiden.
Xylit, Stevia, Eriththryt und andere künstliche Süssstoffe sind insulinunabhängig. Der Blutzucker steigt langsamer an. Außerdem sind sie meist kalorienfrei und zahnschonend, wirken aber nicht selten abführend.
Der große Haken an der Sache: Diese Stoffe sind synthetisch hergestellt und die Langzeitwirkung auf den Körper sind hier noch nicht richtig erforscht.
Für mich persönlich sind Süßstoffe in Ordnung. Natürlich nicht als vollkommener Zuckerersatz, denn dann hätte der Zuckerverzicht wenig Sinn und keinen Lerneffekt. Aber in Situationen, wo sich der Verzicht (noch) nicht in den Alltag integrieren lässt, ist für mich ein Süßungsmittel in Ordnung.
Bestes Beispiel: Der Kaffee am Morgen.


Zu diesem Thema kann man sich regelrecht auslassen und ich könnte wochenlang recherchieren. Deshalb geht es nächstes Mal an dieser Stelle weiter.


Lieblingsgrüße!

13 Mai, 2017

Leg doch mal dein Cape ab! - Ein Brief zum Muttertag

Komm... gib schon her!

Nein... lass es los! Hey, heut ist doch dein freier Tag! 

Du brauchst das doch gar nicht 
Du weißt du bist super, und ich weiß es auch!
Dazu brauchst das Cape nicht.


Was sagst du? Die Küche sieht aus wie Sau und du musst Wäsche waschen? 
Ich weiß, ich weiß... die Küche kann noch warten. Beim Mittagessen zaubern fängst du doch von vorne an... und die Wäsche... kann die heute nicht liegen bleiben? Oder kann dein Mann sie nicht einfach mal übernehmen?

Dein Mann kommt erst abends von der Arbeit, sagst du? Und dann ist er zu kaputt um noch großartig etwas im Haushalt zu leisten. Ja, natürlich! Dafür hast du absolutes Verständnis. Du bist nach deinem Arbeitsalltag auch immer ganz müde und kaputt und die Wäsche zu machen, würde dir dann auch keinen Spaß machen. Dann hat er sich sein Feierabendbierchen und die geschmierten Stullen vor dem Fernseher wirklich verdient. 










Du sagst, du wolltest noch zwei neue Outfits nähen und den Blumenkübel vor dem Haus herrichten und außerdem einen Kuchen backen für heute nachmittag!
Nein nein! Bleib sitzen. Sind wir mal ehrlich, der Schrank ist voll, und zur Not könntest du auch ein Shirt kaufen. Der Blumenkübel kann warten! Echt jetzt! Und den Kuchen könnt ihr später doch auch zusammen backen! 

Achso, der Kuchen ist für die Nachbarin! Die arme gute Seele rackert sich seit Wochen ab und sieht total fertig aus und du möchtest ihr einfach mal etwas Gutes tun! Natürlich, da bist du ganz bei ihr und ganz für sie da. Du kennst das Gefühl, wenn irgendwie alles zu viel ist und man sich einfach mal eine nette Geste oder eine kurze Pause braucht!


Dann willst du jetzt aber dringend noch einkaufen fahren, die Fenster putzen und schnell die Badezimmer schrubben? Nein, das brauchst du nicht! Ich hab gesehen, das der Kühlschrank noch ausreichend für die nächsten drei Tage bietet. Außerdem hast du das Badezimmer doch erst vor zwei Tagen gemacht! Und ich hab gehört, dass es morgen eh regnen soll. Da würdest du dich nur ärgern, weil du die Fenster geputzt hast!


Du sagst du machst das, weil die Schwiegereltern zu Besuch kommen, und sie bei den Fenstern immer so pingelig sind und ständig besorgt, dass die Kinder genug zu essen bekommen. 
Na klar... die Schwiegereltern sind ja auch oft für dich da, nehmen dir am Wochenende mal die Kinder ab. Da bist du gerne bereit, die Extraarbeit für sie aufzubringen. 


Achja... Wenn du dann jetzt mal Zeit hast, dann willst du mal Pinterest nach einer schönen Bastelidee für die Kids durchforsten? Und dann kannst du ja auch gleich alles vorbereiten, sagst du? 
Nein, nein. Lass mal... Ich könnte dir deine gemütliche Jogginhose holen oder dir ein schönes Bad einlassen. Vielleicht ein Erkältungsbad? Du klingst eh ganz verschnupft! 

Du sagst, du hast keine Zeit zum Baden und bist sicherlich nicht verschnupft oder gar krank. Außerdem haben die Kids ja mal eine schöne Abwechslung verdient! Sie sitzen den ganzen Tag in der Schule und im Kindergarten, die Köpfe rauchen und die Finger schmerzen bestimmt schon vom Schreiben. Du kennst das von deinem eigenen Arbeitsalltag. Da ist es total schon, wenn am Nachmittag eine kleine Überraschung auf einen wartet. Das wünscht du dir selbst immer ganz sehnsüchtig. Natürlich.


Du meinst du musst jetzt erst mal bügeln, weil du ja morgen noch ein wichtiges Meeting im Büro hast und deshalb unbedingt noch deine weiße Bluse herrichten musst. Aber du hast doch so einen hübschen Cardigan im Schrank. Mit einem von deinen schlichten Lieblingsshirts, in denen du dich so wohl fühlst, siehst du wundervoll aus! Bügeln musst du heute nicht. 

Achso, es macht einen besseren Eindruck auf die Kollegen und den Chef, wenn du die Bluse trägst. Sicherlich, weil dir auch immer auffällt, wie gut gekleidet deine Kollegen ins Meeting kommen. Die Schuhe poliert, das Hemd gestärkt, die Haare gemacht. Natürlich, da willst du den anderen nicht negativ auffallen und trägst nicht, was dir gefällt, sondern was sich gut einfügt.



Was? Die Kinder kommen gleich aus der Schule und du willst doch noch ein vollwertigen Dreigängemenü vorbereiten mit einer extra Portion Vitaminen und Nährstoffen. 
Ach du... heute reichen auch mal Nudeln mit Tomatensoße. Und für die Vitamine können die Kids doch auch in nen Apfel beißen.

Jetzt reicht es aber.
Jetzt gib mir dein Superwomen-Cape. 
Ja, so ist's gut. Gib her. 
Na gib schon!
Ich wasche es, bügle es und dann hängen wir es mal ein paar Tage in den Schrank. 

Siehst du, das tut doch gar nicht weh, oder? 
Jetzt setzt dich erst mal auf den Balkon, ich gieß dir ein Glas kühle Limo ein. Die hast du verdient!
Heute, morgen, übermorgen!
Ich lasse schon mal Badewasser ein... 

Wünscht ihr euch auch manchmal einen Aufpasser, der euch bewusst ausbremst und euch euer Superwomencape einfach mal abnimmt. Euch entschleunigt und euch gut zuredet, damit ihr einfach mal egoistisch sein könnt?
Schaut mal in den Spiegel, da seht ihr euren besten Aufpasser.
Hängt das Superwomencape in den Schrank.
Holt stattdessen die Ichschaffdaswasichwillundbintotalzufrieden-Jogginghose raus.
Macht doch einfach mal langsam!

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende, ihr Lieben und einen tollen Muttertag. Seid gut zu euch!

Lieblingsgrüße



 

10 Mai, 2017

Cookie Dough Pralien (Energyballs) - zuckerfrei

Ein weiteres gesundes und schokoladiges Rezept zum Niederknien!
Diese kleinen Bällchen schmecken so göttlich und unglaublich. Als würde man heimlich hinter verschlossenen Türen den Cookieteig direkt aus der Rührschüssel naschen, anstatt ihn zu verbacken.


Doch tatsächlich bestehen diese Cookie Dough Pralinen nur aus guten Zutaten.

Ihr braucht: 
ca. 10 Datteln
ca. 60g Mandeln
1 EL entölter Kakao
1 EL Kokosfett
1 TL Mandelmus oder Erdnussmus
1 Tl Chiasamen
1 Tl Xucker




Und so einfach gehts:
Im Grunde reichen dir sogar schon die ersten drei Zutaten, solltest du die übrigen Zutaten gerade nicht zu Hause habe. Achtet bei den Datteln darauf, dass sie ungeschwefelt sind und kein zusätzlicher Zucker zugegeben ist. Der (natürliche) Fruchtzuckeranteil der Datteln ist schon unheimlich hoch und süßt mehr als ausreichend. Die übrigens Zutaten sind kleine, leckere Extras für den besonderen Schoko-CookieDough-Geschmack.
Tolle Ergänzungen sind auch gehakte, geröstete Mandeln. Oder ihr ersetzt ein oder zwei Datteln durch eine getrocknete Aprikose. Yummy

Alle Zutaten werden, so wie sind, in einen leitungsfähigen Standmixer gegeben.
Achtung: Ein einfacher Pürierstab könnte bei Datteln und Nüssen den Geist aufgeben! Meinem guten, bisher immer treuen Pürierstab habe ich bei meiner letzten Energyballproduktion leider zu viel zugemutet. Jetzt habe ich mir einen günstigen Zerkleinerer gekauft, mit dem ich bisher sehr zufrieden bin.

Die Masse wird dann mit nassen Händen zu Kugeln geformt. Ich stelle die Kugeln gerne noch ein wenig in den Kühlschrank, damit das Kokosfett noch ein wenig aushärtet und die Pralinen so noch etwas mehr Biss bekommen.

So lecker! Ihr werdet sie auch lieben! Aber vorsicht! Diese Schokopralinen sind zwar gesund, aber dennoch reichhaltig. Und sie enthalten keine künstliche oder industrielle Süße, aber dennoch den Fruchtzucker der Datteln. Also gerne genießen, aber in Maßen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Lieblingsgrüße!




08 Mai, 2017

Birthday Competion - Wenn Eltern ausflippen.

Das Mädchen war eingeladen, bereits vor einiger Zeit.
Eine Geburtstagsparty mit Freunden.
Sie hatte einen wundervollen, richtig tollen Nachmittag! Kam mit Zucker, Endorphinen und Erlebnissen aufgefüllt nach Hause. Die Augen strahlen hinter einem Berg von Mitbringseln, die sie mit ihrem kleinen Armen kaum balancieren konnten. Neben einer gefüllten Goodiebag, stapelt sich Basteleien, ein selbst gestalteter Blumentopf, ein bunt beklebter Bilderrahmen mit Erinnerungsfoto, Namensanstecker und Krönchen.

Das ist so schön anzusehen und ich erwische mich bei dem Gedanken:
Mist! So ein selbst gestalteter Blumentopf wäre doch auch eine total tolle Idee gewesen, die du hättest umsetzen können! Das musst du dir unbedingt merken!





Was braucht ein richtig guter Kindergeburtstag? 

Das ist ganz einfach:
Hüpfburgen sind schnell und easy geliehen und oft gar nicht teuer.
Eine Torten in Regenbogenfarben bekommt mittlerweile jeder Laie mit Hilfe eines kleinen Youtube Tutorials hin!
Immer lustig und einen tollen Rahmen bieten Mottoparties zu denen man passende Deko besorgen kann. Rundumdieuhr Elternanimation sollte absolut obligatorisch sein und neben Bastelspaß, gemeinsamen Backen und Kinderschminken, kann durchaus noch Zeit für einen gemeinsamen Besuch im Hallenbad oder Indoorspielplatz gefunden werden.

Mögliche Geschenkideen für das Geburtstagskind können zeitgemäß in Whatsappgruppen durchdiskutiert werden. Auch bieten eben diese Guppen Möglichkeit, eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder diverse Vorlieben und Abneigungen der Geburstagsgäste zu sammeln. um sie bei der Planung der Verköstigung der Kids berücksichtigen zu können.



Beim Essen bietet es sich generell an, besondere Speisen zu bieten. Eine einfache Stulle haut längst kein Kind mehr von den Socken! Formt sie zu Tieren oder Figuren, am Besten mottogetreu! Ein Gurkenkrokodil, Tomatenmäuse und Krümelmonstermuffins bekommt wirklich jeder aus dem Ärmel geschüttelt und sollten das Minimum an besonderer Kinderverköstigung darstellen!

Ein ganz besonders toller Trick: Lasst euch von euren Kindern von vergangenen Geburtstagen berichten! Andere Mamis haben auch tolle Ideen, die ihr kopieren und optimieren könnt. 




Halt!
Wartet!
Was ist da los?

Was ist aus dem guten alten Topfschlagen und Negerkusswettessen geworden?
Wann ist aus dem harmlosen Geburtstag-mit-Freuden ein Wettbewerb-unter-Eltern geworden?
Warum brauchen wir auf einmal einen immbesseralsdeiner-Geburtstag?

Ich kann mich an dieser Stelle auch nur als thematisch passendes Beispiel hervorheben. Ich plane Einhornpartys, Eulenpartys, Redthemed Partys und Ballonpartys. Setze mich schon Wochen vorher mit dem Mädchen an den Mac und durchstöbere Pinterest nach umsetzbaren Ideen. Plane Geburtstagsoutfits, die zum Thema passen. Ich berichte davon im Blog und will, neben der Inspiration, die ich euch biete, natürlich auch Anerkennung für mein Werk!



Ganz ehrlich... Meinen eigenen Geburtstag feiere ich selten, weil ich eine ganz schlechte Gastgeberin bin. Feste wie Ostern werden von mir nahezu ignoriert. Frühjahrs oder Herbstdeko gibt es gar nicht (okay, ich mag Halloween, aber das ist ja nur einen Tag lang). Aber beim Kindergeburtstag flippe ich aus!

War das früher auch schon so? Erinnert ihr euch noch an eure Kindergeburtstage?
Wer von euch ist auch eine Birthdaycompetition-Mum?


Lieblingsgrüße!


P.S.:
Das liebste Spiel beim letzten Kindergeburtstag, dass stundenlang verfolgt wurde und wegen dem die von mir geplante Bastelaktion verkürzt werden musste, was übrigens - ihr kommt nie drauf - TOPFSCHLAGEN! 

05 Mai, 2017

Chiapudding - zuckerfrei

Na? Wer von euch ist auch ein Chia-Fan?
Vor einiger Zeit war dieses Superfood noch neu und ganz unbekannt. Mittlerweile findet man die Samen in jedem Discounter.

Vermutlich haben die meisten von euch auch schon von Chia-Pudding gehört. Das tolle daran ist: Es ist nicht nur ganz unkompliziert und easy vorbereitet, sondern sieht auch immer richtig hübsch aus!
Das Auge isst ja mit!





Du brauchst  
30g Chiasamen 
250ml Kokosmilch


Außerdem nach Wahl
frische Erdbeeren
Heidelbeeren
Magerquark
Walnüssen
evtl. etwas Kokosblütensirup, Reissirup oder anderes Süßungsmittel. 


Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Die Chiasamen in die Kokosmilch einrühren und solange verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Dann für mindestens 30min (am besten für länger!) in den Kühlschrank stellen, damit die Samen quellen können. Zwischendurch solltet ihr die Kokosmilch einmal umrühren, damit sich nichts festsetzt. Durch die Kokosmilch ist der Chiapudding bereits etwas süß. Wer mag und muss kann noch nachsüßen.

Dann wird der Chiapudding zusammen mit kleingeschnittenen Erdbeeren, Heidelbeeren und mit Wasser (und Süße) angerührten Magerquark in einem hohen Glas geschichtet und mit zerstoßenen Walnüssen und etwas Sirup dekoriert.





Für mich der perfekte Nachmittagssnack!

Probiert es doch auch mal aus!

Lieblingsgrüße!